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Gesamtkunstwerk
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Entstehung des Projektes

Mit der Gründung der Schule für Kreativitätsförderung Anfang des Jahres 2001, mieten der Initiator des Kunstprojektes Udo P. Atelierräume in der ehemaligen Glasätzerei der stillgelegten Glashütte Süssmuth in Immenhausen / Hessen an. Der Entdeckerdrang führt mich in den Keller der alten Fabrikräume. Der Anblick, der sich hier bietet, ist etwas zwischen Erstaunen, Entzücken und Entsetzen. Hunderte von alten Negativformen zur Herstellung von Glas stapeln sich hier. Geruch von nassem alten Holz, Dunkelheit und Spinnweben halten sie nicht davon ab, diese unglaublichen Objekte zu untersuchen. Jeder Holzklotz verbirgt in seinem Inneren eine andere Form. Schon im Keller arbeiten sein Gehirn und beginnt, neue Möglichkeiten zur Benutzung dieser Formen zu erfinden.

Wenig später machen er die unheilvolle Entdeckung, dass andere Mieter auf dem Fabrikgelände die kostbaren Formen zerhacken und verfeuern. Es ist kalt und die Heizung ist kaputt, doch bei allem Verständnis für frierende Künstler ist das Mitgefühl für die schlafenden Negativformen stärker. Es wächst der Gedanke und der Wille, dem allseits sichtbaren Verfall der ehemaligen Glashütte ein sichtbares Zeichen der positiven Kraft entgegenzusetzen.

Die Idee zu einem Gesamtkunstwerk entsteht. Zur Eröffnung der Atelierräume im April 2001 übereignet der Vermieter freundlicherweise alle Formen offiziell der Schule für Kreativitätsförderung. Das Kunstprojekt positive - Negative beginnt. Jeder Gast, jeder Besucher, Freunde und Verwandte, werden eingeladen, an der Rettung und Umwandlung der alten Negativformen teilzunehmen. Wer teilnehmen will, erhält eine Form zur freien Verfügung mit der Option, den kreativen Prozess der Veränderung zu dokumentieren und dem Initiator des Gesamtprojektes diese Dokumentation in Form von Bildern, Skizzen, Schrift und Fotos zur Verfügung zu stellen. Da jede Form mit einer geschnitzten Nummer versehen ist, kann die individuelle Zuordnung der Formen durch den Initiator vermerkt und bewahrt werden.

Inzwischen sind die Atelierräume in Immenhausen unbenutzbar. Der Keller wurde überschwemmt, Heizungs- und Wasserrohre geplatzt. Die Schule für Kreativitätsförderung verlässt die ehemalige Glashütte im Sommer 2002. Das Gesamtkunstwerk positive - Negative jedoch wird fortgeführt. Die Negativformen werden im idyllischen Freigelände zu einer Gesamtskulptur aufgebaut. Neue Teilnehmer suchen sich hier ihre Form aus. Das Gesamtkunstwerk positive - Negative wird so auch zu einem Sinnbild dafür, in einer scheinbar aussichtslosen Situation andere Möglichkeiten zu finden und zu nutzen.

Die virtuelle Ausstellung positive - Negative eröffnet im Oktober 2002 und zeigt die Objektauswahl und Beiträge der Teilnehmer. Das Gesamtkunstwerk ist weiterhin offen für jeden, solange es Negativformen gibt.